Das Ziel: Freiheit im Alter für alle. Der Weg: Überzeugungsarbeit.
Derzeit sind die Kosten für die Installation des Hausnotrufs sowie die monatliche Gebühr für die Bereitstellung des Dienstes von den Nutzern selbst zu tragen. Lediglich anerkannt Pflegebedürftige erhalten auf Antrag eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse für Sachleistungen wie den Hausnotruf. Die Basiskosten für den Hausnotruf werden nur übernommen, wenn Pflegebedürftige über weite Teile des Tages alleinlebend sind und jederzeit aufgrund des Pflegezustandes mit dem Eintritt einer Notsituation zu rechnen ist, in der es dem Pflegebedürftigen nur mit Hilfe des Hausnotrufsystems möglich ist, einen Notruf abzusetzen.
Die mit dem Hausnotruf einhergehende notwendige medizinischen Versorgung hingegen wird von den Krankenkassen getragen. Pflegeleistungen werden unter bestimmten Voraussetzungen (u. a. Pflegestufe) ebenfalls übernommen. Rechtzeitige Hilfe im Notfall und gegebenenfalls ambulante Pflege ersparen den Patienten lange Krankenhausaufenthalte und Heimunterbringungen. Das steigert nicht nur die Lebensqualität, sondern senkt auch die Ausgaben der Pflegekassen.
Deshalb hat sich die Initiative Hausnotruf vorgenommen, die Vertreter der Politik und des Gesundheitswesens von Vorteilen und Notwendigkeit des Hausnotrufs zu überzeugen – damit möglichst alle Menschen ihre zweite Lebenshälfte sicher und selbstbestimmt verbringen können.

