Direkt zu den Inhalten springen

Gesetzlicher Hintergrund

Hausnotruf ist ein Pflegehilfsmittel im Rahmen der Pflegeversicherung. Die Indikation für den Anspruch auf Hausnotruf lautet:

„Hausnotrufsysteme kommen in Frage bei alleinlebenden oder über weite Teile des Tages alleinlebende Pflegebedürftige, die mit einem handelsüblichen Telefon in Notsituationen keinen Hilferuf absetzen können und bei den aufgrund des Krankheits- und Pflegezustandes jederzeit der Eintritt einer derartigen Notsituation erwartet werden kann. Der Anspruch besteht auch dann, wenn der Pflegebedürftige mit einer Person in häuslicher Gemeinschaft lebt, die aufgrund ihrer körperlichen / geistigen Einschränkung im Fall einer Notsituation nicht in der Lage ist, einen Hilferuf selbständig abzusetzen.“
(Quelle: Hilfsmittelverzeichnis GKV)

Das bedeutet, dass die Kostenübernahme von Hausnotruf durch die Pflegekassen grundsätzlich wie oben definiert möglich ist. Diese muss bei der jeweiligen Pflegekasse beantragt werden. Bei Bewilligung erfolgt die Kostenübernahme in Höhe von € 18,36 monatlich sowie die Kostenübernahme zur Bereitstellung des Hausnotrufgerätes in Höhe von € 10,49.

Dafür wird dem Nutzer das Hausnotrufgerät samt Funksender bereitgestellt sowie die Betreuung über die rund um die Uhr besetzte Hausnotrufzentrale gewährt.

Wird der Notruf ausgelöst, leiten die Mitarbeiter in der Notrufzentrale situationsangemessen die notwendigen Maßnahmen ein, indem die angegebenen Bezugspersonen wie Angehörige, Nachbarn oder Pflegedienst wie im Vorfeld mit dem Hausnotrufnutzer vereinbart zur Abhilfe der Notsituation eingebunden werden. In medizinischen Fällen wird der Rettungsdienst oder der kassenärztliche Notdienst verständigt. Ein Beispiel, wie ein Notruf ablaufen kann, können Sie hier ansehen.